Die Hochzeit von Johanna und Jürgen war unsere letzte für die Saison 2017. Und irgendwie hatten Christine und ich das Gefühl, als ob wir die beiden schon seit Ewigkeiten kennen würden, was nicht von ungefähr kam. Da Johanna die Trauzeugin von Susi gewesen war (deren Hochzeit wir im Juni fotografiert hatten) und unser Brautpaar mit Konsti und Kathi befreundet ist, deren Hochzeit wir im Mai ebenfalls fotografieren durften, war es diesmal für uns wie ein kleines Familientreffen.

Es gab daher von Anfang an keine Berührungsängste, und das Paar kannte unsere Art zu arbeiten. Und wie es sich für einen würdigen Abschluss gehört, war das altehrwürdige Schloss Eggersberg die Location für diesen Tag. Für uns natürlich traumhaft, war es wegen der doch sehr dunklen Räume fotografisch eine Herausforderung – der wir uns gerne stellten. Für die Strecke zur nahegelegenen Kirche St. Georg in Georgenbuch, wo die Trauung stattfand, wurde standesgemäß eine französische Jagdkutsche bestellt. Auf dem Rückweg durfte ich in James Bond-Manier mit quietschenden Reifen unser Kutsch-Paar überholen, um Christine noch rechtzeitig auf dem Weg davor abzusetzen, damit sie neben der Kutsche herjoggend noch einige Bilder vom Paar machen konnte.

Der Hochzeitstanz fand auf einem grünen Fleckchen im Garten statt, der von einer Hecke gesäumt war. Das war für mich, der ich gerade im Dachgeschoss rumturnte, um die Gruppenbilder von oben zu machen, zwar etwas überraschend, brachte aber ein paar ungewohnte schöne Perspektiven. Den coolen Schlusspunkt dieses fantastischen Tages setzte die Band SMILE, die den Gästen mit groovigem Jazz einheizte.

Irgendwie schade, dass jetzt erst mal alle in diesem Freundeskreis verheiratet sind. Wir hatten uns schon so an unsere kleinen Treffen gewöhnt.